…mit Spielautor Uwe Rapp zu Gast im Cafe Sonnenfeld
Ein besonderer Nachmittag am Mittwoch, 14. Januar, in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule. Einmal im Monat kommen Bewohnerinnen und Bewohner vom Betreuten Wohnen und vom Pflegeheim mit Schülerinnen und Schüler von der Gemeinschaftsschule im Cafe Sonnenfeld zum Spielenachmittag zusammen. Am Mittwoch, den 14. Januar, war Uwe Rapp, Spieleautor, zu Gast. Katja Wörz, stellvertretende Schulleiterin der Gemeinschaftsschule lud Uwe Rapp zuvor in die Runde ein. Uwe Rapp hat mit seinem Autorenkollegen Bernhard Lach bisher 50 Spiele bei den unterschiedlichsten Verlagen auf den Markt gebracht. Uwe Lach hatte verschiedene Spiele dabei, die er den Anwesenden vorstellte und sogleich zum gemeinsamen Spielen einlud. Uwe Rapp war begeistert vom Miteinander der Seniorinnen und den Jugendlichen.
Die Spieltermine sind mittwochs von 14:15 – 15:30 Uhr im Cafe Sonnenfeld: Die nächsten Termine sind: 11. Februar, 11. März, 22. April, 13. Mai, 24. Juni 2026
Der Spielemittag ist für alle Seniorinnen und Senioren zur Teilnahme offen – wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Claudia Queißer, Ansprechperson Betreutes Wohnen, Kirchliche Sozialstation Sachsenheim


Lesen Sie gerne den Artikel der Bietigheimer Zeitung zum gemeinsamen Spielenachmittag:
„Spielen verbindet die Generationen
Spieleautor Uwe Rapp unterstützt das Kooperationsprojekt zwischen der Gemeinschaftsschule, dem Pflegeheim und der Sozialstation Sachsenheim.
Konzentriert wirft Mateo Bachmann die bunten Plättchen in den senkrechten Behälter. Er wird dabei von Rosa Stohr beobachtet, denn die Seniorin hat den Sieg genau vor Augen. „Ich habe schon immer gerne Gesellschaftsspiele gemacht. Mein Lieblingsspiel ist und bleibt der Klassiker: ‚Mensch ärgere dich nicht‘“, erzählt Stohr, die aber auch gerne neue Spielideen ausprobiert wie an diesem Nachmittag das bekannte Spiel „Drop it“ von Spieleautor Uwe Rapp aus Erdmannhausen.
Der 76-Jährige ist selbst in die Cafeteria des Pflegeheims Sonnenfeld in Sachsenheim gekommen, um aus seinem Leben als Spieleautor zu erzählen, aber auch, um gemeinsam mit den Jugendlichen und den Senioren zu spielen. Seit diesem Schuljahr gibt es dieses Kooperationsprojekt zwischen der Gemeinschaftsschule, dem Pflegeheim und dem Betreuten Wohnen der Kirchlichen Sozialstation Sachsenheim.
„Austausch zwischen Generationen ist wichtig“
„Mittwochnachmittags gibt es an unserer Schule unterschiedliche Kursangebote, welche die Schülerinnen und Schüler frei wählen können. Da uns der Austausch zwischen der jungen und der älteren Generation so wichtig ist, haben wir diese Zusammenarbeit entwickelt“, betont die stellvertretende Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Sachsenheim, Katja Wörz.
Zunächst waren die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen zwei Jahre lang als „Smart Coaches“ aktiv, um die älteren Menschen in den Umgang mit den neuen Medien einzuführen. Anschließend wurde eine neue Form der Zusammenarbeit entwickelt, bei der die Jugendlichen einmal pro Monat gemeinsam mit den Senioren die unterschiedlichsten Gesellschaftsspiele ausprobieren.
Von früheren Zeiten erfahren und Freude in den Alltag bringen
Auf der persönlichen Spiele-Hitliste von Lene Pflügler und Ursel Storch steht beispielsweise Rommé ganz oben. „Wir waren fünf Kinder zuhause in unsrer Familie und haben früher gerne miteinander gespielt. Es ist schön, sich mit den jungen Menschen auf diese Weise austauschen zu können“, berichtet Seniorin Storch. Auch die Schüler Lene und Mateo wissen es zu schätzen, dass die älteren Menschen immer wieder bei den gemeinsamen Spielen aus ihrem Leben erzählen. „Wir erfahren viele Dinge aus den früheren Zeiten. Das ist interessant. Zudem bringen wir Freude in den Alltag der älteren Menschen“, sagt Mateo.
Auch Spieleautor Rapp ist von dieser Form der Spielgemeinschaft begeistert. „Das habe ich so noch nicht gekannt, aber Spielen verbindet die Generationen. Dies wird in dieser fröhlichen Runde deutlich“, unterstreicht Rapp, der von Tisch zu Tisch läuft und seine mitgebrachten Spiele mit ihren Regeln vorstellt. Inzwischen hat er gemeinsam mit seinem Autorenkollegen Bernhard Lach rund 50 Spiele bei den unterschiedlichsten Verlagen auf den Markt gebracht. Wichtig sind ihm dabei einfache und verständliche Spielregeln, die nicht erst stundenlang studiert werden müssen. Ob „Drop it“, „Qwinto“, „Ausgerechnet Buxtehude“ oder „Kreuz Wort“: Rapps Spiele sind nach wie vor begehrt, denn Gesellschaftsspiele haben auch im digitalen Zeitalter noch lange nicht ausgedient.
Spielentwicklung kann Jahre dauern.
„Besonders groß war der Boom natürlich während der Pandemiezeit, doch auch jetzt hält der Trend zu Gesellschaftsspielen an. Nicht jeder möchte für sich vor dem Computerbildschirm spielen“, stellt Rapp klar. Von der Spielidee in seinem Kopf über die detaillierte Entwicklung des Spiels bei Testrunden im Freundes- und Bekanntenkreis bis hin zur Aufnahme in ein konkretes Verlagsprogramm können oft mehrere Jahre vergehen. Seinen Lebensunterhalt konnte der Deutschlehrer nicht ausschließlich mit den Einnahmen durch Spiele bestreiten. Meistens ist für ihn die Freude der Menschen bei seinen Spielen ohnehin der größte Lohn, sagt er.
Strahlende Gesichter gibt es an diesem Nachmittag viele, unter anderem auch bei Claudia Queißer von der Kirchlichen Sozialstation sowie bei Andrea Neuffer und Susanne Müller vom Pflegeheim Sonnenfeld. „Gelacht wird bei unseren Spielenachmittagen immer viel. Sie sind für alle Senioren zur Teilnahme offen, nicht nur für die Bewohner des Pflegeheims und des Betreuten Wohnens“, berichtet Queißer. Am Mittwoch, 11. Februar 2026, ist dazu ab 14.15 Uhr das nächste Mal Gelegenheit.“